Rieseneishöhle
Im Jahr 1910 entdeckte man erste Eisteile der Dachstein Rieseneishöhle. Zwei Jahre später begann schon die touristische Erschließung. Gleichzeitig trafen auch etliche Höhlenforscher aus der österreichisch-ungarischen Monarchie ein, um dieses Naturwunder weiter zu erkunden.
Die große touristische Veränderung trat aber erst 1951 mit dem Bau und der Eröffnung der Dachsteinseilbahn bis zur Schönbergalm ein. Seit dieser Zeit bewegen sich die Besucherzahlen zwischen 80.000 und 180.000 pro Jahr.
Mit der Sommersaison 2007 startete die Dachstein Höhlen- und Wanderwelt mit umfassenden Projekten und Installationen in ein neues Zeitalter. Die Kunstuniversität Linz, Institut für Raum- und Designstrategie, inszenierte die drei Schauhöhlen völlig neu. Die zusätzlichen großen Umbauten der ersten beiden Teilstrecken der Dachstein-Welterbe-Seilbahnen und Attraktivierungen im Bereich Talstation - Mittelstation wurden mit Mai 2008 fertig gestellt.
Mammuthöhle
Der Westeingang der Mammuthöhle wurde seit Jahrhunderten als Keller benutzt. Auch Wilderer fanden hier ein ideales Versteck für das erlegte Wild vor.
Im Jahr 1910 begann die Erforschung der endlos scheinenden Gänge der Mammuthöhle von der Westseite aus. Auf der Ostseite, die in Richtung Eishöhle weist, waren einige Eingänge bekannt, die erst 1914 mit dem Westteil verbunden wurden.
Der erste Weltkrieg unterbrach alle Forschungsaktivitäten. Nach dem Ende des Krieges wurde vom Militär ein Weg durch die Mammuthöhle gebaut, der in den folgenden Jahrzehnten laufend verbessert wurde.
Heute sind über 60 km der Mammuthöhle erforscht. Die beeindruckende Größe der Gänge und die Hoffnung der Erforscher, eine der längsten Höhlen Europas gefunden zu haben, war der Grund für die Namensgebung.
Mit der Sommersaison 2007 begann eine zusätzliche Attraktivierung der Mammuthöhle mit künstlerischen Neuinszenierungen. Ab 2008 präsentiert sich nun die Dachstein Höhlenwelt und Wanderwelt den Besuchern völlig neu.
Koppenbrüller Höhle
Schon In einem Reiseführer aus dem Jahr 1820 wurde die Koppenbrüllerhöhle als „berühmte Schauhöhle“ erwähnt. Es ist anzunehmen, dass zur damaligen Zeit die Einheimischen,die überwiegend Bergleute waren, Touristen gegen Bezahlung in die Koppenbrüllerhöhle geführt haben. Schaurige Geschichten, wie jene vom Geist der in der Höhle verstorbenen Hofer Sef, dürften dabei zum Führerrepertoir gehört haben.
Eine touristische Erschließung der Höhle mit Wegen und regelmäßigen Führungen gibt es seit 1910. In den folgenden Jahrzehnten haben legendäre Höhlenführer wie Sepp Schilcher und Alois Schenner zum Ausbau der Koppenbrüllerhöhle beigetragen.
Heute ist die Koppenbrüllerhöhle ein beliebtes Familienausflugsziel und bekannt für die angebotenen erlebnisreichen Höhlentrekkingtouren.
Auch diese Höhle kann seit 2007 mit interessanten Kunstinstallationen aufwarten.
Allgemeine Infos
Um einen Ausflug ins Berginnere zu einem besonderen Erlebnis zu machen, müssen in dieser einmaligen Naturlandschaft auch einige Sicherheitsbestimmungen eingehalten werden. Für den Besuch der Höhlen, der nur in Begleitung ausgebildeter Führer erlaubt ist, empfiehlt sich festes Schuhwerk und adäquate Kleidung. Gerade in der Rieseneishöhle steigt die Temperatur kaum über den Gefrierpunkt und auch in den anderen Höhlen ist es im Vergleich zur Außentemperatur oftmals empfindlich kühl.
Dank einer ausgezeichneten Infrastruktur sind die Höhlen aber auch für Ausflüge mit Kindern jeden Alters geeignet. Selbst Hunde können, ausgerüstet mit einem Maulkorb, auf einen Ausflug unter Tage mitgenommen werden. Um sich nach den Führungen zu stärken, bietet das Erlebnisrestaurant Schönbergalm ein umfangreiches Schmankerlangebot.