Mittlere Bergwanderungen
Zwölferkogel (1.982 m):
Mit allen drei Teilstrecken der Dachstein Welterbe Seilbahn geht´s zur Gjaidalm, denn der Ausgangspunkt zu dieser Wanderung ist das ehemalige Schilcherhaus. Auf dem markierten Weg geht’s vorbei an der Alm, zum Dachsteinblick und weiter zum Zwölferkogel. Den wunderbaren Aussichtsberg erreichen wir in ca. 2 Stunden, der Weg ist gut ersichtlich und zusätzlich mit Tauben und Farbzeichen markiert. Am „Zwölfer“ haben wir einen herrlichen Blick ins Salzkammergut. (Eine Weiterwanderung nach Krippenbrunn, ca. 1 Stunde, oder sogar ins Tal, weitere 2 Stunden, ist eine echte Herausforderung!)
Höhenunterschied ca. 250 m, vorgeschlagene Wanderroute ca. 5 km inkl. Auf- und Abstieg, Gehzeit ca. 4 Stunden gesamt.
Heilbronner Rundwanderweg:
Von Obertraun (510 m) aus überwinden wir mit der Dachstein Welterbe Seilbahn in 20 min. 1.600 Höhenmeter. Vom Krippenstein (2.100 m) aus überblicken wir das ungeheuer breite Dachsteinplateau. Von dort führt uns der gut ausgebaute Weg über hügeliges Gelände, das dicht mit Legföhren (Latschen) bewachsen ist, in ca. 1,5 Std. zum Heilbronner Kreuz. Dieses Kreuz erinnert an die Dachstein-Tragödie am Karfreitag des Jahres 1954. Damals sind 10 Heilbronner Schüler und 3 Lehrer bei einer Wanderung ins Dachsteinmassiv während eines Wettersturzes ums Leben gekommen. Wir wandern den schönen Weg in westlicher Richtung - vorbei am Hirzkarseelein – nach Krippeneck zur Gjaidstation der Dachstein-Krippensteinbahn (weitere 1,5 Std.) und nehmen nach der Station noch den 15-minütigen Fußmarsch in Kauf, um uns auf der Terrasse der Gjaidalm laben. Nach der Stärkung fahren wir mit allen drei Teilstrecken der Seilbahn über den Krippenstein wieder ins Tal!
Höhenunterschied ca. 400 m, vorgeschlagene Wanderroute ca. 6 km, Gehzeit ca. 3 Stunden gesamt.
Wiesberghaus (1.883 m):
Von der Gjaidalm wandern wir durch den sogenannten „Schlauch“ am markierten und schön ausgebauten Weg Nr. 650 durch das mit Latschen und Zirben durchwachsene Hochplateau. Die mit Schindeln wetterfest verkleidete Schutzhütte haben wir nach ca. 2 Stunden Fußmarsch erreicht. Den Rückweg planen wir auf gleicher Wegstrecke! (Alternativ könnten wir für den Rückweg auch den Weg ins Echerntal nach Hallstatt über die Tiergartenhütte wählen, dazu müssten wir allerdings ca. 3,5 Stunden für den Abstieg einplanen!)
Höhenunterschied ca. 100 m, vorgeschlagene Wanderroute ca. 6 km inkl. Auf- und Abstieg, Gehzeit ca. 3,5 Stunden gesamt.
Simonyhütte (2.204 m):
Vorerst nehmen wir den selben Weg von der Gjaidalm in Richtung Wiesberghaus. Nach ca. 1,5 Stunden Gehzeit zweigen wir aber in Richtung Simonyhütte links ab. Es bietet sich ein herrlicher Ausblick auf das ganze Dachstein-Plateau mit Krippenstein, Zwölferkogel, Ochsenkogel, Taubenkogel, Gjaidstein und natürlich bald auch auf den Dachstein. Die Latschenbüsche werden immer weniger, die Gletscherregion rückt mit jedem Schritt näher. Bis wir zum steilen Anstieg zur Simonyhütte kommen, gibt es nur noch Fels und Schneefelder, die den ganzen Sommer über zu sehen sind. Nach mehreren Serpentinen, die geschickt in den steil anmutenden Fels gebaut sind, gelangt man gänzlich ungefährlich zur Simonyhütte. Die im Jahre 1877 vom Österreichischen Alpenverein zu Ehren von Prof. Simony in der Höhe des Hallstätter Gletschers errichtete Simonyhütte, dient schon seit den Anfängen des Alpintourismus als Schutzhaus für die Bezwinger des Dachsteins! Jährlich, am ersten Sonntag im September, wird die Dachstein-Messe bei der im Jahre 1914 erbauten Dachstein-Kapelle neben der Hütte gefeiert.
Den Rückweg planen wir über die gleiche Strecke, die wir für den Anstieg gewählt haben!
Als Alternative bietet sich der Trägerweg über den Eissee als Rückweg an.
Höhenunterschied ca. 450 m, vorgeschlagene Wanderroute ca. 8 km inkl. Auf- und Abstieg, Gehzeit ca. 5,5 Stunden gesamt.
Taubenkogel (2.301 m):
Eine Dachstein-Wanderung mit besonderem Reiz, die trotz des Hochgebirgscharakters - der Taubenkogel ist immerhin 2.301 m hoch - von jedem geübten Bergwanderer gemacht werden kann. Als Ausgangspunkt dient uns die Gjaidstation der Dachstein-Krippensteinbahn. Wir wandern auf dem gut ausgebauten Steig in Richtung Oberfeld (Kaserne und Bergstation der Bundesheer-Seilbahn) und weiter ca. 10 min. in Richtung Wiesberghaus/Simonyhütte. Bei der Abzweigung Taubenkogel/Gjaidstein zweigen wir auf den Weg Nr. 615 ab. Leicht ansteigend durch herrliche Latschenhaine und Alpenrosenbüsche (Hauptblütezeit ist hier im Juli) erreichen wir den Rücken des Niederen Rumplers (1.975m). Ununterbrochen haben wir die schroffe, uns sehr gefährlich anmutende Taubenkogel-Nordwand vor uns, der wir ganz nahe zu Leibe rücken müssen. Keine Angst, nach einer guten Gehstunde führt uns ein an einer Berglehne angelegter Serpentinenweg hinauf auf den Sattel des Taubenkogels. Je nach Jahreszeit gilt es kleine Schneefelder zu überqueren, wobei Vorsicht geboten ist. Im Hochsommer erwartet uns entlang des gesamten Weges eine herrliche Alpenflora. Auf der Schulter angelangt, haben wir den Dachsteingipfel mit dem Gletscher in seiner ganzen Pracht vor uns. Die halbe Stunde bis zum Gipfel ist leicht zu bewältigen. Ein großes Gipfelkreuz lädt zu einer besinnlichen Rast ein. Diese Bergtour wird jedem ein unvergessliches Erlebnis bleiben.
Höhenunterschied ca. 550 m, vorgeschlagene Wanderroute ca. 7 km inkl. Auf- und Abstieg, Gehzeit ca. 5 Stunden gesamt.